European Energy Award

Ein gesunder Wettbewerb auch in der Städtepartnerschaft

Ein Kommentar von Wirtschafts- und Sozialpfarrer
Albrecht Knoch, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Ulm
05.10.2020

Viele Kommunen machen schon mit, sie lassen ihr Energiemanagement und Nachhaltigkeitskonzept beim European Energy Award regelmäßig überprüfen. Ein gesunder Wettbewerb unter den Städten und Gemeinden ist damit in Gang gekommen, um eine Gold- oder Silbermedaille.
Vor einem Jahr hat die neue Europäische Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen zu einem neuen „European Green Deal" aufgerufen, neuerdings mit dem ehrgeizigen Ziel, bis 2030 eine Reduktion des CO2 Ausstoß um 55% (auf 1990 bezogen) zu erreichen, als Etappe auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dazu braucht es auf allen Ebenen richtige und richtungsweisende Entscheidungen. Gut, dass viele Kommunen hier schon Erfahrung gesammelt haben und darin erprobt sind und ihren Beitrag zur Reduktion der Klimagase noch verstärken können. Der Europäische Green Deal wird aber alle einbeziehen müssen, Einzelhaushalte und Betriebe, Gemeinden und Städte.
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Der Zukunft den Boden bereiten - Bodenregenerierende Landwirtschaft

Ein europäisches Gespräch
23.07.2020

Norbert Lins, Vorsitzender des Agrarausschusses des Europa-Parlaments im Gespräch über Bodenerhaltende und Bodenregenerierende Landwirtschaft mit dem Agrarberater Alfred Gässler und dem Dokumentarfilmer François Stuck aus Frankreich.

Im Dokumentarfilm kommen Akteure der Bodenregenerierenden Landwirtschaft in Frankreich zu Wort und berichten über Motivation und Erfahrungen. Dabei wird deutlich, wie diese nachhaltige Anbaumethode den Aufbau von Humus und neuer sozialer Beziehungen unterstützt.

Der Dokumentarfilm „Der Zukunft den Boden bereiten" ist die deutsche Übertragung des Films „Bienvenue les vers de terre"  (https://idetorial.fr/). Die deutsche Kurzfassung des Films finden Sie hier: https://vimeo.com/424533337, die französische Originalfassung hier: https://vimeo.com/306573154.

Programm der Online-Veranstaltung vom 23.07.2020

Das Web-Gespräch wurde moderiert von Brunhilde Raiser, Evangelisches Bildungswerk Oberschwaben sowie Albrecht Knoch, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Ulm und gedolmetscht von Ingrid Rieger.
Link zum Mitschnitt

Link zum Interview des Deutsch-Französischen Bürgerfonds mit Albrecht Knoch, Brunhilde Raiser und  François Stuck.

 

 

Churches for Future – Klimawandel und Nachhaltige Entwicklung: Die Aufgaben der Kirchen

Interview von Wirtschafts- und Sozialpfarrer Romeo Edel (KDA Stuttgart) mit Prof. Dr. em. Rudi Kurz (Hochschule Pforzheim, Sprecher der BUND-Arbeitskreise Wirtschaft & Finanzen und Wissenschaftspolitik, Tübingen)
Juni 2020

Die Tagung „Churches for Future. Kirche als Motor für Klimagerechtigkeit !?“ wird am 24. und 25. Juli 2021 in der Evangelischen Akademie Bad Boll stattfinden. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste sie um mehr als ein Jahr verschoben werden.
Um den Referentinnen und Referenten dennoch eine Stimme zu geben, wurden Interviews mit den Referierenden geführt und diese um Videostatements gebeten.

Dieses Interview gibt Einblicke in die Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Rudi Kurz. Er wird auf der Tagung am 25. Juli 2021 einen Vortrag zum Thema „Klimawandel und Nachhaltige Entwicklung: Die Aufgaben der Kirchen“ halten.
Link zum Interview
Link zur Tagung

 

 

 

Ulm ist jetzt auch "Fairtrade-Town"

Fest zur Verleihung der Auszeichnung am 14. März

 

Ulm soll Fairtrade-Town werden, das hatte der Ulmer Gemeinderat im Dezember 2012 beschlossen und eine Steuerungsgruppe unter Beteiligung des Ulmer Agenda-Büros und des Weltladens, von KDA, Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung (DIMOE), Slow Food, Haus der Begegnung und weiterer zivilgesellschaftlicher Akteure mit der Vorbereitung der Bewerbung um den Titel beauftragt. Jetzt ist es soweit: Am Freitag, 14. März, wird Ulm im Haus der Begegnung offiziell der Titel einer "Fairtrade Town" verliehen.

 

"Fairtrade" bedeutet "gerechter Handel": Preise beispielsweise werden so gestaltet, dass Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern von ihrer Arbeit angemessen leben können, Kinderarbeit ist verboten, strenge Kriterien für Umwelt- und Sozialstandards müssen eingehalten werden.

 

Um "Fairtrade Town" zu werden, musste auch Ulm fünf Kriterien erfüllen, die vom unabhängigen Verein "Transfair e.V." mit Sitz in Köln überprüft wurden: Unter anderem musste nachgewiesen werden, dass mindestens 22 Einzelhandelsgeschäfte und elf Gastronomiebetriebe in der Stadt Fairtrade-Produkte im Sortiment haben. In Ulm war diese Hürde leicht zu nehmen: Die Lenkungsgruppe fand mindestens 27 Einzelhandelsgeschäfte und 17 Gastronomiebetriebe, die fair gehandelte Produkte anbieten. Fairtrade-Aktivitäten haben außerdem drei Schulen, vier Vereine und 15 Kirchengemeinden zurückgemeldet. Das Rathaus und viele Einrichtungen der Stadt Ulm verwenden Kaffee, Tee und Säfte aus fairem Handel.

 

Besonders erfreulich ist das Engagement an Ulmer Schulen. So konnte vor kurzem das St.-Hildegard-Schulzentrum als erste Ulmer Schule den Titel "Fairtrade School" entgegennehmen. Auch die Medien berichten ausführlich über Ulmer Veranstaltungen und Projekte rund um Fairtrade. "Ein gutes Gefühl, Teil einer großen Bewegung zu sein", findet Kirsten Tretter, die Vorsitzende der Steuerungsgruppe und Geschäftsführerin im Ulmer Weltladen.

 

Die Verleihung der Auszeichnung ist öffentlich. Unter dem Titel "Ulm handelt fair" präsentierten sich am Freitag, 14. März 2014 im Haus der Begegnung Betriebe, Vereine und Schulen, die mitgewirkt haben, um das Siegel zu bekommen. Fairtrade-Botschafterin Hannah Rüther überreichte Oberbürgermeister Ivo Gönner die Urkunde "Fairtrade Town Ulm". Für einen unterhaltsamen Rahmen sorgten unter anderem Sängerin Siyou, die St.-Hildegard-Schule mit einem Tanz und der Chor der Elly-Heuss-Realschule. Der Ulmer Weltladen zeigte eine kleine Modenschau.