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Podiumsgespräch zur Europawahl am 17. Mai 2019 in der Citykirche Reutlingen

Die Gewerkschaftssekretärin Elke Wach (DGB Südwürttemberg/Reutlingen) begrüßte in der Citykirche Reutlingen am 17. Mai 2019  im Namen der Kooperationspartner DGB, KAB und KDA etwa 40 interessierte Menschen zum Podiumsgespräch mit (siehe Bild, von links nach rechts) Prof. Dr. Stephan Seiter (FDP), Christine Jerabek (CDU), Moderator Karl-Ulrich Gscheidle, Wirtschafts- und Sozialpfarrer, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Reutlingen (KDA), Claudia Haydt (Die Linke), David Allison (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Dieter Heidtmann (SPD).

Die Themen Sozialpolitik, Sicherheits- und Friedenspolitik, sowie Wirtschafts-, Umwelt-, und Klimapolitik standen im Mittelpunkt der Debatte. Es wurde als guter Ansatz von allen anerkennend auf den Katalog der europäischen Säule sozialer Rechte verwiesen, der gemeinsam von EU-Parlament, EU-Kommission und den EU-Mitgliedsstaaten Ende 2017 veröffentlicht wurde. Mit hoher Priorität verwies Dieter Heidtmann (SPD) auf die Erhöhung der europäischen Mindestlöhne (für Deutschland 12 € gesetzlicher Mindestlohn) und die mittelfristige Vision der Vereinigten Staaten von Europa. Stephan Seiter (FDP) setzte sich für eine Stärkung des Binnenmarktes und ein gemeinsames EU-Militär unter Parlamentsvorbehalt ein. Als wichtigsten EU-Reformschritt möchte er das Mehrheitsprinzip statt des Konsensprinzips durchsetzen. Christine Jerabek (CDU) möchte die europäische Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik stärken, die EU wettbewerbsfähig halten und mit EU-Mitteln besonders die Forschung fördern. Claudia Haydt (Die Linke) will mehr Solidarität in der EU, aber nicht in allen Politikfeldern. Sie sagt, die Linke wende sich gegen eine europäische Armee und setze sich für eine faire Handelspolitik und eine stärkere Regulierung des Binnenmarktes ein, insbesondere sollen Großunternehmen auf EU-Ebene besteuert werden. Die oberste Priorität müsse in der Bekämpfung der Klimakrise liegen, sagte David Allison (Bündnis 90/Die Grünen). EU-Politik müsse es sein, dass Menschen in Seenot gerettet werden und legale Fluchtwege geschaffen werden. Alle waren sich darin einig, dass die Außen- und Sicherheitspolitik der EU auf den Schutz der Menschenrechte ausgerichtet sein müsse. Unterschiedliche Auffassung gab es vor allem in der Frage eines gemeinsamen EU-Militärs.

Den Abschluss des Abends machte Matthias Schneider, Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), mit der Aufforderung an alle, am 26. Mai zum Wählen zu gehen und die Europäische Union als Friedens- und Wohlstandsprojekt im Interesse ihrer Bevölkerung zu stärken.

Die Zukunft Europas gestalten - Ein Aufruf zur Europawahl aus den evangelischen Kirchen westlich und östlich des Rheins

Kirchen am Rhein werben vor der Europa-Wahl für ein solidarisches Europa

Die deutsch-französische Erklärung der badischen, pfälzischen und elsäßischen evangelischen Kirche benennt die Punkte, auf die es bei der Europa-Wahl und der zukünftigen Gestaltung der EU ankommt.

 

Lesen Sie hier
(auf den Seiten 3 und 4 der PDF-Datei steht die deutsche Fassung)

 

 

 

 

Veranstaltungen des KDA Württemberg zum Thema Europa / Europawahl 2019:

Europa bewegt

Ein kulinarischer Abend mit Gesprächen über Europa

10. Mai 2019, 17:30 Uhr
Evangelische Wittwaiskirche, Siebenbürgenstr. 40, 88239 Wangen

Wie Europa Menschen bewegt,
aufeinander zu und miteinander,
wie sich die Europäische Union bewegt
und Baden-Württemberg sich darin bewegt,
wohin sich Europa bewegen könnte.

All das erfahren Sie beim Europa-Tag. Als Drei-Gänge-Menü wird der Abend gestaltet, damit Sie nicht nur hören sondern auch schmecken können:
Zwei Wochen vor der Europa-Wahl geben dabei die Referentinnen Marie Rosenkranz aus Berlin und Helen Spangler aus Friedrichshafen Impulse für eine Weiterentwicklung des europäischen Gedankens.
Außerdem berichten langjährig im europäischen Gespräch Engagierte wie die Pfarrerin der Wangener Partnerkirchengemeinde in La Garenne-Colombes, Jane Stranz, und die ehemalige EU-Abgeordnete Elisabeth Jeggle, was Europa in ihnen bewegt.
Schließlich erfahren Sie, wie das Land Baden-Württemberg in der kommenden Zeit seine Europa-Politik gestalten wird.  

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