Was hält uns zusammen

Ein Kommentar von Wirtschafts- und Sozialpfarrer Karl-Ulrich Gscheidle
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Reutlingen
5. November 2020

Im Spätherbst 2020 darüber nachzudenken, was uns zusammenhält, das bedeutet auch, sich nicht ausschließlich auf die Gefahren der Corona-Pandemie oder die Skrupellosigkeit eines US-Präsidenten zu besinnen. Sondern inmitten solcher Gefahren ein Licht zu sein für alle, die Wege des Miteinanders und der menschlichen Solidarität gehen wollen. Und daher erinnere ich und besinne mich auf die Menschenrechte als einer tragfähigen globalen Leitidee des Zusammenhalts. Hier leuchten die Sterne Europas! Lesen Sie weiter

 

 

Städte für Menschen - statt für Autos!

Pfarrer Romeo Edel, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA), Stuttgart

© Romeo Edel

Eine Mobilitätswende für Baden-Württemberg

Ein Kommentar von Wirtschafts- und Sozialpfarrer Romeo Edel, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Stuttgart
09.10.2020

In kaum einer anderen Region dieser Welt sind die Gegensätze so sichtbar und erlebbar wie hier. Dieses Bundesland profitiert seit Jahrzenten von den großen Automobilbauern und ihren zahlreichen Zulieferern in diesem Land. Der gesellschaftliche Wohlstand auch von uns Kirchen steht in einem direkten Zusammenhang zum wirtschaftlichen Ergehen der Automobilwirtschaft und der Maschinenbauer in dieser Region. Und zugleich wird immer mehr Menschen auch bei uns deutlich: So kann es und so wird es nicht weitergehen.
Nicht nur die erlebten Staus in der Landeshauptstadt und der Streit um sauberere Luft bis hin zu Fahrverboten, auch die nüchternen Zahlen weisen uns auf eine andere Zukunft hin.
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European Energy Award

Ein gesunder Wettbewerb auch in der Städtepartnerschaft

Ein Kommentar von Wirtschafts- und Sozialpfarrer
Albrecht Knoch, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Ulm
05.10.2020

Viele Kommunen machen schon mit, sie lassen ihr Energiemanagement und Nachhaltigkeitskonzept beim European Energy Award regelmäßig überprüfen. Ein gesunder Wettbewerb unter den Städten und Gemeinden ist damit in Gang gekommen, um eine Gold- oder Silbermedaille.
Vor einem Jahr hat die neue Europäische Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen zu einem neuen „European Green Deal" aufgerufen, neuerdings mit dem ehrgeizigen Ziel, bis 2030 eine Reduktion des CO2 Ausstoß um 55% (auf 1990 bezogen) zu erreichen, als Etappe auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dazu braucht es auf allen Ebenen richtige und richtungsweisende Entscheidungen. Gut, dass viele Kommunen hier schon Erfahrung gesammelt haben und darin erprobt sind und ihren Beitrag zur Reduktion der Klimagase noch verstärken können. Der Europäische Green Deal wird aber alle einbeziehen müssen, Einzelhaushalte und Betriebe, Gemeinden und Städte.
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Zukunft und Segen

Impuls von Wirtschafts- und Sozialpfarrer Romeo Edel, KDA Stuttgart

Was für ein Segen,
so musste ich immer wieder denken, wenn ich unseren Kirschbaum im Garten, die letzten Wochen sah. Prasselvoll.
Ein Segen, für den ich nichts kann, einfach gar nichts. Nur schauen, schmecken und genießen. 
Wo ist der Segen in dieser Welt, für diese Welt?
Kann ich in diesen Zeiten etwas von einem göttlichen Segen erkennen?
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Corona und Klima

Lässt sich aus der Corona-Krise für die Klimakatastrophe
lernen?

Kommentar von Wirtschafts- und Sozialpfarrer Romeo Edel,
KDA Stuttgart, 29. Mai 2020

Wenn man heißes Wasser eingießt, verschwindet Florida von der Weltkarte. Diese sehr spezielle Tasse gibt es in allen Souvenirläden in Miami Beach. Eine Warnung, das Klima darf nicht heißer werden, sonst werden weite Teile der Küstenregionen dieser Welt überflutet oder große Gebiete in Afrika, Asien, Australien oder Lateinamerika bei Temperaturen von über 40 Grad für Menschen unbewohnbar.
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Menschenwürde gilt auch in der Fleischindustrie

Aufruf zum Hinschauen und Helfen in der Not von europäischen Wanderarbeitern

 

Wirtschaftsethischer Kommentar von Pfarrer Karl-Ulrich Gscheidle,

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Reutlingen, 18. Mai 2020

 

Im Rahmen der EU gilt die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Doch hier gibt es eine Schattenwirtschaft im Niedriglohnsektor. Schlachtbetriebe haben sich in den letzten zwei Monaten zu Hotspots für Corona-Infektionen entwickelt. Das aktuelle baden-württembergische Beispiel der Firma Müller Fleisch in Birkenfeld zeigt, dass gleich 300 osteuropäische Wanderarbeiter positiv getestet wurden. Diese Menschen werden von Subunternehmen über Werkverträge in eine weitgehend unwürdige und rechtlose Situation gebracht. Hier gibt es politischen Reformbedarf. Lesen Sie weiter

Die Wirtschaft startet wieder

Die Wirtschaft will wieder in Schwung kommen – jetzt brauchen alle viel Zuversicht und Geduld

Ein wirtschaftsethischer Kommentar von Wirtschafts- und Sozialpfarrer Karl-Ulrich Gscheidle,
KDA Reutlingen

Nach gut zwei Monaten Stillstand starten jetzt viele bisher heruntergefahrenen Bereiche der Wirtschaft wieder. Besonders der Handel erhofft sich in diesen Wochen wieder einen Neustart mit vielen Kunden und Umsätzen. Aber die Geschäfte laufen eher schleppend an, wie berichtet wird. Wie könnte es auch anders sein? Das Virus ist weltweit unterwegs. Daher bleiben Sorgen und Ängste um die Gesundheit. Die Corona-Pandemie bestimmt weiter das Geschehen. Wer ist da schon in Konsumlaune? Wir müssen jetzt Wege in der Gefahr gehen. Es gibt keine schnellen Auswege. Auch das Verdrängen von Realitäten wäre eine schlechte Option. Es mag pathetisch klingen, aber jetzt brauchen alle Menschen dieser Erde viel Zuversicht und Geduld. Lesen Sie weiter


„Le solitaire est solidaire“

© MW_Evang. Akademie Bad Boll

Die neue Solidarität in der Krise ist der Abstand 

Ein Kommentar von Wirtschafts- und Sozialpfarrer Albrecht Knoch,
KDA Ulm, 27. April 2020

Solidarisch ist nur der Einzelne – zunächst ist dieses Zitat aus dem Zusammenhang des Romans von Albert Camus „gerissen“. Aber das Wortspiel prägt sich gut ein, jedenfalls in der Französischen Sprache, durch den Austausch des Buchstabens „t“ mit dem „d“: „Le solitaire est solidaire“.
Im Moment ist das unsere Aufgabe, damit wir die Ansteckungskurve flach halten können: sich zurückziehen, sich nur mit einer Person außerhalb des eigenen Haushalts treffen und natürlich dabei 1,5 m Abstand halten.
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Geistlicher Impuls: Ein virtueller Rundgang in die Arbeitswelt

Bild: Arma Christi Kreuz, bei Leutkirch-Tautenhofen

„Christus ist im Leiden
  bis ans Ende der Welt“
(Roland de Pury, vgl. EG Württemberg, S. 202) 

Christus leidet mit uns mit
(Hebräerbrief 4,15a) 

Der Weg Christi zu den Menschen führt ihn selbst an die Kreuzungen und Kreuzwege unseres Lebens.

Er ist denen nahe, die leiden, er ist denen nahe, die sich für andere einsetzen. 

Sie sind eingeladen, gedanklich in diesem virtuellen Rundgang an zehn Orte der Arbeitswelt in Ihrer Stadt zu gehen, um sich die Menschen vor Augen zu halten, die dort sind, weil sie krank sind oder dort arbeiten, und sie in Ihr Gebet zu nehmen.

So werden diese Orte zu Stationen eines virtuellen Krisen-Kreuzwegs, in denen wir uns selbst vergegenwärtigen, dass Christus mit den Menschen dort und überall mitleidet.

Zugleich erkennen wir in und an diesen Orten des Leidens Orte und Menschen der Hoffnung.

Den gesamten Rundgang können Sie hier herunterladen

 

 

Sozialpolitischer Impuls in Zeiten der Corona Krise

"Hartz IV-Empfänger werden einfach vergessen"
Interview des epd (Evangelischer Pressedienst) mit Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Württemberg
Link zum Interview

Pressemitteilung des Evang. Verbandes Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt vom 1. April 2020
„An den Hilfebedürftigen in Deutschland, die sehr hart vom Corona-Shutdown getroffen sind, dürfen die Rettungsmaßnahmen der Bundesregierung nicht vorbeigehen“, so Gudrun Nolte, Vorsitzende des KWA. „Wenn die Tafeln schließen, zeigt sich, dass die Grundsicherung in Deutschland nicht ausreicht. Wir brauchen jetzt einen unbürokratischen Corona-Zuschlag für Arme und nach der Krise eine bedarfsgerechte Neuberechnung des Existenzminimums.“Lesen Sie
hier die gesamte Pressemeldung.
Download der Pressemitteilung

Petition „100 Euro Soforthilfe für Arme in der Coronakrise“
Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt der ev. Kirche Bayern hat gemeinsam mit weiteren Kooperationspartner_innen eine Petition zur Erhöhung der Grundzulage online gestellt.
Link zur Petition