Allianz für den freien Sonntag

Auf der Facebook Seite der Sonntagsallianz kann man einen kleinen Trickfilm zum Thema Sonntagsarbeit sehen.

Schauen Sie hier.

Petition "Der Sonntag muss frei bleiben !"

Petition an die Geschäftsführungen von Karstadt und Galeria KaufhofDer freie Sonntag ist durch unsere Verfassung geschützt. Dennoch wird er derzeit von mehreren politischen Initiativen in Frage gestellt. Der radikalste Vorstoß kommt von den Warenhäusern Karstadt und Kaufhof, die mit einer Kampagne die vollständige Abschaffung des arbeitsfreien Sonntags im Handel fordern.

Link zur Petition der Allianz für den freien Sonntag, München www.change.org/sonntag

Vorlage Unterschriftenliste

Schutzgebiet Sonntag - Zeit ist unbezahlbar

KDA Themenheft zum 1. Mai 2016

Der Sonntag ist dafür da, Zeit zu haben - Zeit, sich mit Freunden zu treffen oder Menschen in der Familie zu besuchen; Zeit, zum Gottesdienst zu gehen; Zeit zum Nichtstun oder zum Spazierengehen. So hat der Sonntag eine gesellschaftlich/sozial ebenso wie auch kulturell hohe Bedeutung.

Mit dieser Arbeitshilfe soll Mut gemacht werden zu einem anderen Umgang mit der Zeit. Sie soll aber auch bei der Vorbereitung von Gottesdiensten eine Hilfe sein, die sich am 1. Mai mit Fragen der Arbeitszeit, des sorgsamen Umgangs mit Zeit und des Sonntagsschutzes widmen. Da der 1. Mai in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, wurden zwei etwas andere "Predigtvorschläge" in das Heft aufgenommen: einen Vorschlag für einen Redebeitrag einer Gewerkschaftlerin oder eines Gewerkschaftlers im Rahmen eines Gottesdienstes und einen Vorschlag für die Ansprache eines kirchlichen Vertreters auf einer 1. Mai-Veranstaltung.

Link zur Broschüre mit Bestellmöglichkeit oder als Download

 

 

 

Bundesverwaltungsgericht stärkt Allianz für den Sonntag

Arbeitsfreier Sonntag muss endlich in EU-Gesetzgebung verankert werden

Europäische Sonntagsallianz appelliert an EU-Abgeordnete

 

Im Hinblick auf die Europawahlen im Jahr 2014 hat die Europäische Sonntagsallianz in einer Konferenz am 21. Januar 2014  im Europäischen Parlament, die 120 Teilnehmende versammelte, offiziell eine Verpflichtungserklärung für einen arbeitsfreien Sonntag und menschenwürdige Arbeit ins Leben gerufen. Die Verpflichtungserklärung soll europäische Politiker und Politikerinnen zur Förderung eines gemeinsamen wöchentlichen Ruhetags sowie eines Rechtsrahmen auffordern, der eine Struktur der Arbeitszeit auf dem Prinzip menschenwürdiger Arbeit nachhaltig sichert.

 

Die Verpflichtungserklärung besagt, dass ein arbeitsfreier Sonntag und menschenwürdige Arbeitszeiten «von größter Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger sowie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ganz Europa (sind) und nicht notwendigerweise der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft entgegenstehen. Gerade in Zeiten der sozio-ökonomischen Krise hat Gesetzgebung zur Ausdehnung der Arbeitszeiten auf den späten Abend, auf Nächte, Feiertage und Sonntage direkte Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und auf kleine und mittlere Unternehmen. Wettbewerbsfähigkeit braucht Innovation, Innovation braucht Kreativität und Kreativität braucht Erholung!».

 

Mit der Unterzeichnung dieses Versprechens verpflichten sich die heutigen Mitglieder des EU-Parlaments und die Kandidaten für die kommenden Wahlen zum Europäischen Parlament dazu:

  1. Sicherzustellen, dass die einschlägige EU-Gesetzgebung einen gemeinsamen wöchentlichen Ruhetag für alle EU-Bürgerinnen und Bürger, im Prinzip den Sonntag, respektiert und fördert, um die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schützen und eine bessere Balance zwischen Familie, Privatleben und Arbeit zu gewährleisten;
  2. Einzutreten für eine EU-Gesetzgebung, die nachhaltige Arbeitszeitmodelle nach dem Prinzip menschenwürdiger Arbeit gewährleistet, wovon sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft als Ganzes profitieren.

Die Zweite Europäische Konferenz über den Schutz des arbeitsfreien Sonntags und für menschenwürdige Arbeit fand am 21. Januar 2014 im Europäischen Parlament (Brüssel) zur Sensibilisierung für die Verpflichtungserklärung und die Kernforderungen der Europäischen Sonntagsallianz statt. Die Konferenz wurde von den Mitgliedern des Parlaments Evelyn Regner (S & D) und Thomas Mann (EVP) gemeinsam mit der Europäischen Sonntagsallianz veranstaltet.


Die Überwindung der Krise in Europa, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sind die wichtigsten Anforderungen. Die Europäische Sonntagsallianz bekräftigt, dass Wettbewerbsfähigkeit und menschenwürdige Arbeit Hand in Hand mit einem gemeinsamen wöchentlichen
Ruhetag gehen. Es bedarf Erholung um kreativ, innovativ und letztendlich wettbewerbsfähig zu sein. Die verschiedenen Diskussions- und Podiumsteilnehmenden waren der Ansicht, dass heute die EU und die Mitgliedstaaten die Gesundheit, Sicherheit, Würde eines jeden auf der rechtlichen Ebene wie auf der des alltäglichen Lebens schützen und die Balance zwischen Familie und privat Leben und Werk aufmerksam fördern sollten. Alle Menschen in der Europäischen Union hätten das Recht, von arbeitsfreien Sonntagen und
menschenwürdigen Arbeitszeiten zu profitieren. Sonntagsschutz stärke den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaften. Er verkörpere ein wertvolles Beispiel unseres Erbes, das als Grundpfeiler des Europäischen Wirtschafts- und Sozialmodells anerkannt werden sollte.

 

Pressemeldung der baden-württembergischen Allianz für den freien Sonntag vom 24. April 2014.

 

Ansprechperson im KDA-Württemberg:

Karl-Ulrich Gscheidle